Engagiertes Aufräumen

Am Sa den 10. November war es wieder einmal soweit, wir trafen uns zum gemeinsamen Aufräumen in und um den Pavillon herum. Hintergrund ist, dass wir versuchen Schritt für Schritt auch eine Probebühne für unser kleines Kammertheater aufzubauen, so wie wir es in Mülheim an der Ruhr hatten. Damals nannten wir es:

Eines der kleinsten Kammerspiele Deutschlands.

Unserem Ruf folgten Andrea, Belgin, Kosta, Nora, Wolfgang und ich. Ein kleiner Imbiss stand bereit und die Kaffee-Maschine gluckerte fleißig vor sich hin.

Belgin und Andrea fingen im „schwarzen Raum“ an die große Rückwand, erneut, und die linke Seitenwand schwarz zu streichen. Folien auslegen, Material zusammentragen.

p1150464-webAll diese vielen Handgriffe. Statt einer Fußleiste wurde der helle Rand des Bodens vor der Rückwand gereinigt und dann auch schwarz gestrichen. Später halfen den beiden noch Kosta und Djedjiga beim Streichen.

So sind wir wieder einen Schritt weiter ins „schwarze Kabinett“. Am vergangenem Montag und Dienstag nutzen wir den frischen Raum gleich für unseren Schauspielunterricht mit einem ganz besonderem Lichteffekt. Zwei Spieler zeigten auf der Bühne eine kleine Szene aus Penthesilea und zwei Teilnehmer beleuchteten jeweils einen der Spieler mit einer kleinen LED-Taschenlampe. Es entstanden so sehr geheimnisvolle Szenen.

Draußen um den Pavillon herum kümmerte sich Nora um das kleine Beet, welches Sie im Sommer so lebendig und bunt bepflanzt hat. Leider fanden unsere vierbeinigen Nachbarn diese Blumenpracht nicht nur schön, sondern auch sehr lecker. Von den Blumen blieben nur die Malven. Also hatte Nora die Erde frisch umgegraben und mit Laub abgedeckt, darauf hatte sie so allerlei Zweige und gelegt und gesteckt, so dass sich unsere Nachbarn wundern werden. Fleißig kehrte sie das Herbstlaub vom Weg und half Kosta, der die Büsche und Bäume zurechtgestutzt hat, bei den Brombeeren.

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Mit Djedjiga zusammen hängte ich Stoffe in den vorderen Räumen auf, damit ein freundlicher Eindruck entsteht, wenn man auf den Pavillon zugeht. Durch Zufall fanden wir in der Werkstatt einen roten und mehrere weiße Stoffe. So entstand mit unserem Logo eine farbliche Einheit

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In den Räumen kümmerten sich Djedjiga und Wolfgang sich um „verrutschte“ Fotos in den großen Bilderrahmen. Überall wurde angepackt, aufgeräumt und aussortiert.

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Der im Kostümfundus haben wir uns den unzähligen Schals, Tüchern, Taschen und Schuhen gewidmet. Somit ist einiges wieder viel übersichtlicher geworden. All die wunderbaren Dinge warten nun auf ihren nächsten Auftritt.

Im Übungsraum wurden so manche der kleineren Flecken entfernt. Am Montag kam der Fensterputzer und am Dienstag unser fleißiger Helpling Lukas. Somit haben wir wieder klare, saubere und frische Räume.

Eure Handreichungen bedeutet uns viel im Hinblick auf den Aufbau unseres kleinen Kammertheaters. Vielen herzlichen Dank an alle und vielleicht auf ein Wiedersehen zu unserem traditionellen Stollenessen am Sa den 10. Dezember.

Gruß

Gianni und Wolfgang

Ein Dankeschön an Wolfgang und Gianni für den wundervollen Unterricht am 23.10.16.

Nachdem ich nun doch teilnehmen konnte, habe ich es keine Minute bereut. Es war so lehrreich, zumal nur Sigrid und ich die Teilnehmer waren. Es ist wirklich sehr toll, dass du Wolfgang und du Gianni, dass Ihr trotz der kleinen Anzahl den Workshop geführt habt.
Gianni, du hast uns so mit deinem uns Schminken verändert. Wir waren jemand ganz anderes. Toll. Ich traute mich nicht zu essen, damit die herrliche Veränderung nicht verschwomm.

Foto: Gianni Sarto

Und Penthesilea war verzaubert. Als sie dann mit den vier Gebärden auf Achilles zuging, ganz langsam, ganz langsam in Slow Acting. Vor und zurück. Die Gebärden haben Penthesilea geholfen, die Langsamkeit, die Stille, und dann kam der Text von ganz alleine. Super.
Und Sigrid, durch Wolfgangs Hilfe ging die Verspannung fort, hat ein wunderbares Spiel gezeigt. Das war für mich perfekt.
Ein schöner Tag, den ich nicht vergesse.
Das werden wir wiederholen. Hoffe ich, denke ich.

Lieben Gruß
Gabriela

Foto: Gianni Sarto

Das Element der Sprache

Das geflügelte Wort des französischen Schriftstellers und Kunsttheoretikers Denis Diderot: „Die Stimme ist ein Musikinstrument, dessen sich alle Menschen ohne Hilfe von Lehrern Prinzipien oder Regeln bedienen können!“ hat es in unserer Gegenwart zu trauriger Berühmtheit gebracht. Aus ihrem historischen Kontext gerissen wurde die Aussage des visionären Aufklärers zum Inbegriff einer intonierten Sorglosigkeit, wie sie sonst nur im Blockflötenkreis der musikalischen Früherziehung anzutreffen ist. Während wir unsere Geigen oder Klarinetten zu besonderer Stunde behutsam ihrem Futteral entnehmen und mit kundigen Händen und geübten Lippen zum Klingen bringen, bedienen wir uns unserer Stimme viel zu oft in der Manier einer Trillerpfeife: Funktional, viel zu eintönig und mit grauenhafter Atemtechnik.

Foto: Gianni Sarto

Bettina Morlang-Schardon wird von Wolfgang Keuter zu Workshop und zu ihrem Engagement begrüßt.

Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, bietet das TheaterLabor TraumGesicht regelmäßig eine Weiterbildung zur Stimmübung an. Unter der kundigen Anleitung von Wolfgang Keuter wird die Vermutung der Teilnehmer, dass auch die Stimme trainiert werden will, schnell zur Gewissheit. In einer einleitenden Vorstellungsrunde treten die unterschiedlichen Motive, die zu einer Auseinandersetzung mit unserem Instrument führen, beispielhaft zu Tage. Manchen „fehlt“ die Stimme, anderen „versagt“ sie nach einiger Zeit den Dienst, einige sind fasziniert von ihrer Ausdrucksmöglichkeit und einzelne interessiert vor allem ihre psychologische Komponente. Allen anwesenden Stimmen gemeinsam aber ist eine gewisse Gleichförmigkeit in der Betonung, ein Mechanismus, der im sozialen Miteinander Kontrolle und Ausgeglichenheit suggerieren soll. Im Laufe des Seminars soll noch deutlich werden, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Die Übungen, mittels derer Wolfgang die Workshopteilnehmer an die Suche nach ihrer Stimme heranführt, sind ebenso leicht wie herausfordernd. Im Zentrum steht das Verständnis für die eigene Atmung, die Kontrolle des Luftstroms und schließlich der Einfluss der Körperspannung. Die ersten Übungen kommen ohne sprachliche Artikulation aus, sondern führen den Leib als Resonanzkörper vor. Bauchraum, Brust, Schultern und Kiefer sollen koordiniert bei der Hervorbringung des Tons zusammenspielen und das hemmende Gehirn für einen Moment an die Leine nehmen. Damit alles nicht ganz und gar abstrakt bleibt, hilft ein nah vor den Mund gehaltener Luftballon dabei, die Schwingungen haptisch erfahrbar werden zu lassen: Erst wenn der Luftstrom tief aus dem Zwerchfell herausfließt, tanzt der Ballon!

„Für die Sprache ist der Atem das Element!“ erklärt Wolfgang. Welchen gravierenden Unterschied die richtige Atmung hervorbringen kann, lernen wir Teilnehmer anhand kurzer Sätze, die auf einen Verschlusslaut enden. K, g, t, und d sind Laute, die im Sprachfluss markante Akzente setzen können, sofern sie korrekt geformt werden. Zunächst üben wir anhand von kurzen Sätzen oder Begriffen und schmettern Wörter wie „Kraft“, „Saft“ und „karg“ in verschiedenen emotionalen Schattierungen mal anderen Teilnehmern, mal dem Ballon entgegen. Als Höhepunkt der Übung dürfen wir uns an einem Zungenbrecher-Vers von Julius Hey versuchen, der unseren Wortschatz um das wundervolle Wort „Schicksalstücke“ bereichert. Dabei werden wir mit viel Takt, aber nachdrücklich korrigiert, müssen auch mal lachen und gewinnen nach und nach an Zuversicht.

Diese wird im letzten Teil der zweistündigen Workshops dringend gebraucht. Gemeinsam improvisieren wir einen Märchenschwank. Eine Teilnehmerin unternimmt den Auftakt und führt die Gruppe in die Welt eines fabelhaften Ameisenmonstrums von gänzlich zweifelhafter Gesinnung. Nach und nach wird nun reihum der Faden der Geschichte weiter gewoben, wobei der jeweilige Erzähler seinen Worten mithilfe der erlernten Techniken maximalen Ausdruck verleihen soll.

Am Ende der Übung sitzen alle mit glänzenden Augen auf ihren Stühlen, denn jeder weiß, er ist ein Stück über sich hinausgewachsen. Auf einer Handreichung begleiten uns die Übungen nun nach Hause, wo wir mit Geduld und Übung unsere Stimme zu erheben lernen werden….bepackt mit Rucksack, geneckt im Zickzack.

Zwischen den Kulissen…

Liebe Theaterlaboranten,

wie Henrike, die ihr im Juli schon kennengelernt habt, bin ich dem Ruf von Gianni Sarto und Wolfgang Keuter nach Stimmen für das TheaterLabor TraumGesicht gefolgt. Nach drei wunderschönen Jahren am deutschen Institut für Kunstgeschichte in Rom bin ich im vergangenen Mai wieder nach Düsseldorf gezogen und suchte seitdem eine Möglichkeit, mich in meiner neuen Heimat ehrenamtlich einzubringen. Als studierte Kunsthistorikerin, Germanistin und Soziologin in den Endzügen der Promotion, bin ich in der kulturellen Welt zuhause und interessiere mich für Theater, Kunst und Texte, seien sie geschrieben, gesprochen oder gesungen. Das Schreiben, der Umgang mit Sprache und die Erarbeitung von immer neuen Themen gehören zu meinen täglich Brot, die Leidenschaft für Geschichten und parallele Welten begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Als ich im Internet auf das TheaterLabor TraumGesicht gestoßen bin, war ich sofort Feuer und Flamme für die Möglichkeit, den Verein und seine Projekte durch journalistische Arbeit zu unterstützen. Schon kurze Zeit und ein Telefonat später, durfte ich zum ersten Mal hinter die Kulissen des weißen Pavillons in der Löbbeckestraße blicken. Der von Fotografien der Theateraufführungen gesäumte Flur ließ aus der Ahnung, dass hier Herzblut, künstlerischer Anspruch, Professionalität und Talent auf besondere Weise ineinanderfließen, Gewissheit werden.

Foto: Gianni Sarto

Der Streichholzverkäufer aus „Ein leichter Schmerz“ von H. Pinter

Nachdem Gianni mir die Arbeit des Vereins erklärt hatte, zeigte er mir den Kleiderfundus. Kleidungsstücke und Requisiten jeder vorstellbaren Fasson hängen und liegen bereit, um Alltägliches in Szenisches zu verwandeln. Über den Kleiderstangen präsidiert ein leuchtend rotes, kegelförmiges Kleidungsstück, das, wie Gianni mir erklärte, einer Figur als Kostüm diente, deren reine wortlose Präsenz ein britisches Ehepaar zunächst maßlos irritierte, um es dann rettungslos in seinen Bann zu ziehen.

Einen geradezu magischen Sog auf einen an der japanischen Kultur interessierten Menschen wie ich mich, übt eine Gruppe expressiver, im Schnitt asiatisch inspirierter Gewänder aus feinsten Stoffen aus, die mit metallgestützt ausgebreiteten Armen auf ihren nächsten Auftritt warten. Auf den gerahmten Fotografien und in den Fotomappen vergangener Aufführungen des TheaterLabors entfalten sie ihre exotische Präsenz an den Körpern der Schauspieler, deren Gesichter in Anlehnung an die Ästhetik des japanischen Kabuki-Theaters und die traditionelle venezianische Maske weiß leuchten. Während Gianni mir die Fotografien zeigte und seine Masken- und Kostümarbeit erläuterte, ging im Seminarraum ein Workshop zu Ende und Wolfgang gesellte sich noch einen Moment zu uns, um mich kennenzulernen. Einen Blick auf seine Arbeit durfte ich wenige Tage später im Workshop „Sprechtraining“ erhaschen, aber dazu in einem späteren Artikel mehr. Für den Moment freue ich mich sehr auf die Arbeit beim TheaterLabor TraumGesicht und hoffe, dass auf dieses virtuelle Kennenlernen bald ein persönliches folgen wird. Eure Bettina

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Schauspielunterricht

Henrike im Gespräch mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

Vor Kurzem hatte ich die erste Gelegenheit, mir den Schauspielunterricht des TheaterLabor TraumGesicht e.V. genauer anzuschauen. Zu Beginn wurde in der Runde mit Allen besprochen, was jeder erwartete und sich von der Stunde erhoffte, bevor es dann weiter ging mit den ersten Übungen. Bei der ersten Übung durfte ich dann auch gleich mitmachen. Jeder bekam einen Luftballon, der vor den Mund gehalten werden sollte. Durch die Vibrationen, die dabei entstehen, wenn man dem Luftballon Töne und Vokale entgegen singt, kann man sich seiner eigenen Atemtechnik und der richtigen Bauchatmung leichter bewusst werden. Persönlich hatte ich vorher noch nie davon gehört und fand die Idee sehr effektiv. Ich hatte bei verschiedenen Gesangslehrern Unterricht, aber die Ballon-Methode hat mir noch keiner erklärt. Dadurch, dass man so direktes und gefühltes Feedback durch die Vibration bekommt, bekommt man ein viel besseres Gefühl für die eigene Atemtechnik als durch bloßes konzentriertes Einatmen und das Hinhören auf die eigene Stimme.

P1140813 webDanach ging es dann weiter mit Textarbeit an „Penthesilea“. Es war beeindruckend, wie viel mehr an Gefühlen mit der richtigen Technik und einer klaren Betonung der einzelnen Wörter und Sätze rübergebracht wurde. Auch konnte man deutlich sehen wieviel an Konzentration das erstmal ungewohnt deutliche Aussprechen des Textes erfordert. Jeder in der Runde war einmal an der Reihe, einen kurzen Ausschnitt zu lesen. Es gab direktes Feedback durch Wolfgang und die anderen in der Gruppe. Auch wenn natürlich alle immer sehr freundlich waren, ist mir die Offenheit, mit der jeder seine Passage vorgelesen hat, aufgefallen.

Nach der Textarbeit habe ich dann Slow Acting „live“ gesehen. Erst wurde der Ausdruck  mit musikalischer Untermalung geübt. Wolfgang gab eine Anleitung dazu, wann welche Teile des Körpers bewusst dafür genutzt werden können. Vom Verbiegen der Zehenspitzen bis zum Stirnrunzeln gab es tatsächlich viel mehr Möglichkeiten, etwas darzustellen, als einem sonst als „Ungeübter“ im Alltag auffallen würde.

P1140844 webDanach wurde vorne eine Zuschauerreihe für die eine Hälfte der Gruppe aufgebaut, während die andere Hälfte sich an die Wand stellen sollte und die Aufgabe bekam, in möglichst ausgedehnter Langsamkeit eine möglichst große Vielfalt von Ausdrucksmöglichkeiten zu zeigen. Von Traurigkeit über Freude bis zu verfremdeten und unwirklich wirkenden Darstellungen waren die unterschiedlichsten Ausdrücke dabei. Besonders spannend fand ich, auf wie viele unterschiedlichste Arten ein und dasselbe Gefühl gezeigt werden kann. Eine Kleinigkeit wie eine kurze Bewegung oder eine kleine Veränderung im Gesicht können gleich einen großen Unterschied machen.

Auf das nächste Dazukommen bin ich deshalb neugierig und würde gern wieder zuschauen – Henrike

Fotos: Gianni Sarto

Ein gutes Team kam zusammen

Der Sommer kommt – wir räumten auf!

Diesem Aufruf folgten Lilo, Rosi, Robert, Nora und Betty. Alle suchten sich einen Teil der Aufgaben aus und fingen ohne zu zögern an.P1140778 web

Betty schnappte sich Pinsel und Farbe und strich unsere alte Holzleiter in Schwarz. Diese Leiter wird eine Rolle spielen in unserem neuen Schauspiel-Projekt „Fräulein Julie“. Sie hat den Anstrich wirklich nötig gehabt und ist gewandelt in ein attraktives Requisit.

Standesgemäß wurde die Leiter natürlich im „Schwarzen Raum“ gestrichen – sozusagen am Ort des Geschehens.

Es hat so viel Freude gemacht, wie wir alle auf- und umgeräumt haben, damit das Feng Shui im Pavillon wieder besser fließen kann. Die Kästen in der Werkstatt wurden von Lilo und RP1140786 web1osi ausgeräumt und gleich mit den neuen rollbaren Schränken, welche wir vom Lager geholt haben, geputzt. Dann wurden Sie frisch sortiert wieder eingeräumt und die Optik ist im Übungsraum dadurch viel ruhiger geworden.

Zwei davon kamen in den Übungsraum und schluckten das ganze Geschirr, die Gläser etc.

Ein Imbiss steht immer bereit und lädt zu Gesprächen zwischendurch ein.

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Überall wurden Dinge verfeinert, sei es, dass die Putzgeräte in der Kammer eine Wandhalterung bekamen, oder die vielen Seile, welche wir zu Begrenzung des Bühnenraums benötigen, eine Aufhängung  erhielten. Lilo bohrte wacker was die Maschine hergab und alles hat nun Hand und Fuß. Robert entwickelte sich regelrecht zum Fleckenprofessor und machte vieles „Unsichtbar“. Mit viel körperlichem Einsatz schrubbte er die Flecken mit den richtigen Mitteln einfach weg.

Draußen vor der Tür

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Nora kam mit einer ganzen Ladung an Pflanzen und Stauden und werkelte fleißig draußen am Eingang. Was ein freundlicher Anblick und für eine Pracht, wenn wir jetzt auf unseren Eingang zu gehen. Sie hat uns die ganze Bepflanzung gespendet.
Wolfgang sorgte auch an dieser stelle für Licht und zwickte mit einer speziellen, langen Astschere herunterhängende Zweige ab. Nun bekommt die neue Bepflanzung auch reichlich Sonne ab.

 Dank euch allen für eure Auszeit.
An dieser Stele möchten wir, Wolfgang und ich, all den guten Geistern herzlich danken. Eure Handreichungen bedeuten uns viel im Hinblick auf gemeinsamen weiteren Aufbau des TheaterLabors TraumGesicht in Düsseldorf.
Was ein wunderbarer Vormittag.  Wenn wir heute die Räume betreten fühlen wir uns genauso willkommen wir der schöpferische Geist, der unsere Arbeit durchwirkt.

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Für das nächste Aufräumen ist, trotz des Einsatzes, noch was übrig geblieben:

  • Bilder in den Rahmen begradigen
  • Spiegel mit Dübeln aufhängen
  • Kostümfundus ordnen und aussortieren
  • Rund ums Haus herum Stöbern und Saubermachen

Wenn du eigene Vorschläge zur Verschönerung parat hast, lass sie uns wissen. Sie sind willkommen.

Lieber Gruß
Gianni + Wolfgang

Mein erstes Kennenlernen des „Theaterlabors“

Hallo! Ich möchte mich mit diesem Blogeintrag kurz vorstellen… Mein Name ist Henrike, ich bin 23 Jahre alt und studiere in Kleve den Studiengang „Gender and Diversity“. Da ich überlegt habe, im Anschluss daran in den journalistischen Bereich zu gehen, habe ich nach einer interessanten Möglichkeit gesucht, mich im Schreiben zu üben. Im Internet bin ich auf das „TheaterLabor TraumGesicht“ gestoßen und habe mich gleich gemeldet.
Daraufhin kam in der letzten Woche am Montag dann ein sehr interessantes Treffen mit Gianni und Wolfgang im Pavillon der Lacombletschule zustande. Die beiden haben mich sehr freundlich empfangen und sich viel Zeit genommen, in der ich viel über ihre Arbeit und die Techniken erfahren habe, die im Schauspielunterricht genutzt werden. Für mich war die kurze Stunde im Pavillon schon spannend, weil ich vor allem den Eindruck bekommen habe, dass im TheaterLabor TraumGesicht sehr tiefgreifend und mit vielfältigen Methoden gearbeitet wird.

Schauspiel kenne ich bisher vor allem aus meiner eigenen Musical-Erfahrung in einer Musikschule. Dort lag der Fokus natürlich sehr auf dem Stück und das Schauspiel selbst ist ein wenig in den Hintergrund getreten. Deshalb fand ich spannend zu erfahren, wie Gianni und Wolfgang die Brücke zwischen Selbsterfahrung und kreativer Theaterarbeit schlagen. Dadurch ist das Schauspiel umfassender und profunder, als ich es kennengelernt habe und auch persönliche Prozesse werden dabei angestoßen.
Ich habe auch das erste Mal von der Methode des „Slow Acting“ gehört und einer sich bewussten und konzentrierten Herangehensweise an Schauspiel. Das und die verschiedenen Einflüsse und Techniken unter anderem aus Schamanismus und Zen fand ich sehr besonders und eindrucksvoll, es hat mich neugierig gemacht, vielleicht auch mal „live“ dabei zu sein. Neben dem Input, den ich über die Theaterwelt und das TheaterLabor TraumGesicht bekommen habe, gab es auch viele Vorschläge dazu, wie ich ehrenamtlich „redaktionell“ etwas beisteuern könnte.
Wolfgang und Gianni waren offen für meine Interessen und Ideen, haben mir Vorschläge gemacht, aber waren nicht auf etwas Bestimmtes festgelegt. Unter anderem war auch die Idee da, den Schauspielunterricht oder gelegentliche Veranstaltungen zu begleiten und darüber zu schreiben. Bald gibt es hoffentlich eine erste Gelegenheit dazu, um auch die anderen Menschen im Verein zu treffen. Ich freue mich in jedem Fall, mir das, was ich in dem Gespräch mitbekommen und in den tollen Bilderkatalogen gesehen habe, selbst zu erleben und hoffe bald den ein oder anderen Blogeintrag beizusteuern.

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Beschäftigung mit dem Text

(M)eine Geschichte zu Penthesilia von Heinrich von Kleist.

Eigentlich mag ich die Geschichte der Amazonenkönigin, ich habe mehrere Romane darüber gelesen. Als wir die Wahl hatten, habe ich mich gerne für den „schwereren“ Text entschieden. Es geht auch gut voran, den Text über die Atmung und mit den Satzzeichen zu gliedern. Es machte Spaß sich den Sinn zu erarbeiten. Jetzt bin ich wieder an dem Punkt an dem ich den Text lerne und ich suche immer noch nach einer Methode. Penthesilea

Da ich mich neuerdings auch mit Sketchnotes, dem Zeichnen von Vorträgen beschäftige, hatte ich die Idee den Text  zu zeichnen. So kann ich beides üben und daran lernen. Das Ergebnis ist tatsächlich eine kleine gemalte Geschichte geworden. Auf mehrfachen Wunsch lasse ich Euch gerne daran teilhaben. Viel Spass.

 

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Schauspielen hat eine Jahrtausend alte Tradition

Aus seinen kultischen und rituellen Ursprüngen schöpfen wir im TheaterLabor TraumGesicht e.V. und entwickeln seit Jahrzehnten einen besonderen, meditativen Spielstil. Er integriert Methoden im Stile des Zen und des Schamanismus, aus dem Psychodrama und der Gestaltpsychologie, aus initiatischer Tradition und Theateranthropologie und aus klassischer Schauspielausbildung.

Aus bewusst gestalteter Langsamkeit entwickeln sich unkonventionelle Interaktionen. Sie lassen vor allem das innere, seelische Leben der Figuren prägnant erscheinen.

„Was du gestaltest im Rollenspiel, gestaltet auch dich“, erklärt Wolfgang Keuter. „Damit diese wunderbaren Vorgänge möglich werden bekommt und gibt jeder Spieler Rückmeldung zur Schärfung der Selbstwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung. Das fördert seine soziale Kompetenz weil er lernt sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen ernst zu nehmen. Erst daraus erwächst nämlich das Selbstwerterleben, das für alle kreativen und spielerischen Lösungen, im Spielraum wie im beruflichen Alltag, zur tragenden Basis wird.“

Wo sonst gibt es so viele Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Bereichen wie im Schauspiel, als Weg verstanden.

Text von Wolfgang Keuter

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, dem bieten wir einen Workshop Einführung ins Ritualisierte TheaterspielenEinfach hier klicken.

Spaß mit der Stimme

Es ist eine so sympathische Rückmeldung auf unseren Schauspielunterricht eingegangen, dass ich nicht anders kann, als Sie hier zu veröffentlichen:

„Lieber Wolfgang, lieber Gianni,

Ich hatte gestern eine Veranstaltung, bei der ich vor 60 Leuten herumturnen musste. Es galt, sie in Stimmung zu bringen und bei Laune zu halten, mit eigenem Vortrag, durch die Moderation der anderen Vorträge und schließlich durch die Moderation einer 6-köpfigen Expertenrunde. Das ist aufregend und ich habe mich auch sehr gut vorbereitet. Zu der Aufregung kam aber eine ganze Menge Lust, das zu machen und es hat auch wunderbar geklappt. Ich habe mich dabei sehr wohl gefühlt und auch sehr lebendig. Es macht dabei auch Spaß mit der Stimme zu variieren und auch mal zu ganz nach oben zu gehen, wenn jemand nervt. Ich brauche ja nicht ausdrücklich zu sagen, dass das ganz viel mit der Zeit bei euch zu tun hat. Dafür nochmal ein Dankeschön an euch beide!“ B.K.