Das Geheimnis des ritualisierten Theaterspielens

Slow Acting: Einführung in das ritualisierte Theaterspielen

Heute, am Ostermontag 2017, möchte ich weitergeben was an Aufzeichnungen aus einem Workshop von mir, festgehalten wurde.

Foto: Klaus Knaup

Japanisches Nô-Theater

Das ritualisierte Theaterspielen ist Teil der von mir entwickelten Methode Slow Acting. Ich halte es für ein Studium besonderer Art und WeiseEs führt in die Selbst-Erfahrung und ins künstlerisch-initiatische Handwerk. Man kann es auch Zen in der Kunst des Schauspielens nennen. Es entfaltet sich im Spannungsfeld von Eindruck und Ausdruck, Ritual und Leidenschaft und integriert diese Gegensätze. In manchen Szenen wird jede Bewegung, jeder Handgriff, jede Begegnung ritualisiert. Die Handlungen sind sparsam, stilisiert, wesentlich. Die eigentliche Handlung ist die Entfaltung des Charakters und des seelischen Zustandes des Spielers. Im Mittelpunkt steht die ritualisierte Zug um Zug-Begegnung mit den Spielpartnern, die Gestaltung einer szenischen Improvisation und die Begegnung mit der Welt des Spirituellen und Unsichtbaren. Das Geheimnis des ritualisierten Theaterspielens öffnet sich durch die zigfache Wiederholung  eines Impulses, einer Gebärde, eines Tones, in der Wiederholung ein und derselben Bühnenwege, in immer gleichen Schrittfolgen … Denn das Wesen des ritualisierten Theaterspielens besteht darin einfach und wiederholbar zu sein, bis es in Fleisch und Blut übergegangen und gekonnt ist. Die sich automatisierenden Wiederholungen aktivieren die tiefer liegenden Impulse und Ausdruckskräfte. Der LeibKörper, der Atem und die Stimme, und die seelischgeistigen Möglichkeiten werden zu einem künstlerischen Instrument erweiterter Ich- und Selbsterfahrung. Die Bühne wird zum verwandelnden Kultraum und wir geben ihr und uns zurück was an Geheimnis im Alltag verlorengegangen ist.

Die Rituale unserer Bühnenkunst erschaffen allmählich ein trainiertes Unbewusstes (D. T. Suzuki), das durch uns hindurch wirkt. Auf diesem Weg wird das so genannte Welt-Ich entwichtigt. Denn es soll sich nicht mehr bewertend einmischen. Und plötzlich sieht und erfährt jeder dass Verfremdung, durch ritualisiertes Handeln eingeleitet,  wahre Authentizität ermöglicht. Auf seinem Höhepunkt kann es sogar geschehen, das Vollkommenes im Unvollkommenen erscheint.   Staunend erfahren wir, dass wir nun aus anderem Raum atmen, sprechen, gestalten und uns gebärden. Denn:

Zum Raum wird hier die Zeit.

Wir erleben Raumschöpfung im ritualisierten Theaterspielen. Im Innen und im Außen. Aus ihr  erwächst ein hohes Maß an intuitivem und höherem Leib-Körper-Bewusstsein.  Auf diese Weise wird unser Tun und Lassen, zunächst im ritualisierten Handeln auf unserer Probebühne, zum Modell für eine individuelle schöpferische Lebensgestaltung auch im privaten und im beruflichen Leben. Das Studium: ritualisiertes Theaterspielen erschafft in uns das Wach-Sein und mit wachsendem Erleben, das bei sich Selbst-Sein, von Augenblick zu Augenblick. Die geübten Rituale sind also Übungen für das Spielen und für das Leben. Sie führen aus der Beengtheit rationaler Fixierungen heraus und durch ritualisierte Improvisationen in andere Räume hinein.

Ich grüße mit meinen besten Wünschen. Lasst das mystische Fest der Auferstehung und seine herrlichen Bilder noch lange in euch nachklingen. Das ist gut für das Gemüt. Denn:

Der Mensch der Zukunft wird der mystische Mensch sein oder er wird nicht mehr sein!

Nun mache ich euch noch darauf aufmerksam, dass wir am 23. April eine Einführung geben in das ritualisierte Theaterspielen. In der Zeit von 10.30 – 14.30 im Lacomblet – Pavillon.

Also dann bis bald

Wolfgang Keuter

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Neue Gesichter

Liebe Leser und Labor-Liebhaber,

im heutigen Beitrag möchte ich euch Vanessa und Elvis, zwei neue Mitglieder der Theatertruppe, vorstellen. Sie haben mit mir ihre ersten Erfahrungen und Eindrücke bezüglich des Unterrichts geteilt. Durch sie sollt ihr erneut an Perspektive gewinnen, vielleicht sogar Lust zum mitmachen bekommen.

Vanessa (30)

Bei Vanessa habe ich es mit einem echten Profi zu tun. Sie ist eine professionell ausgebildete Schauspielerin, hat Musical Theater in London studiert und dort einen B.A. in Performing Arts erworben. Seit einem Jahr lebt sie in Deutschland. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sich schauspielerisch auszuprobieren, weiter zu entwickeln und neue Techniken zu erlernen, führte ihr Weg sie zum TheaterLabor.

Vanessa erzählt mir, dass sie gerade das Sprechtraining in deutscher Sprache als sehr hilfreich empfinde, da sich manchmal Laute und Betonungen noch etwas fremd für sie anfühlen. Die Methode des Slow Actings sage ihr sehr zu, denn sie berichtet, dass sie ihr eigenes Spiel manchmal als zu hastig einschätzte. Durch das Zug um Zug Spiel lerne sie jetzt auch mal die Stille auf der Bühne auszukosten, sich selbst zu entschleunigen. Es ermögliche ihr sich in der Spielsituation bewusster darüber zu werden, warum sich zum Beispiel gerade diese oder jene Geste ihren Weg bahnt. Sie könne so auch mal die Kontrolle abgeben und das Spiel einfach geschehen lassen. Vanessa assoziiert Slow Acting mit einem Genuss am Spiel. Das passe ihrer Meinung nach sehr gut zum heutigen Zeitgeist.

Überzeugt habe sie vor allem die angenehme Gruppe. Sie habe sich von dieser direkt herzlich aufgenommen gefühlt. Durch die bewusst klein gehaltene Größe der Kurse entstehe eine besonders konstruktive Atmosphäre. Jedem könne genug Aufmerksamkeit geschenkt werden, weswegen die individuellen Bedürfnisse nicht auf der Strecke blieben. Man unterstütze sich gegenseitig im Entwicklungsprozess und lerne voneinander. Die Gruppengröße ermögliche es auch sich gut kennen zulernen, so Eigen- und Fremdwahrnehmung zu trainieren. Auch der freie Unterrichtsstil sei ein Grund dabei zu bleiben, denn dieser schaffe wiederum Freiheit im Spiel.

Elvis (27)

Auch Elvis hat bereits reichlich Bühnenerfahrung gesammelt. Er ist Musiker, spielt Klavier und Kontrabass und hat klassische Musik, Jazz und Rock studiert. Bereits im Studium habe er sich für Theater und Schauspiel interessiert und oft bei Proben zu geschaut. Jetzt habe er den den Entschluss gefasst selbst aktiv zu werden und fand so zum Theaterlabor. Er erzählt mir er habe den Wunsch sich künstlerisch weiter zu entwickeln. Er wolle an seiner Bühnenpräsenz, seinem Ausdruck und seiner Fähigkeit zu Kommunizieren arbeiten. Das Schauspiel sei dafür ein tolles Mittel.

Auf die Frage, warum er sich gerade für den Unterricht des Theaterlabors entschieden habe, antwortet er mir, dass ihn die bunte Mischung an vertretenen Kulturen in der Gruppe sehr angesprochen habe. Es seien Menschen von unterschiedlicher Herkunft, die sich dort im Rahmen des Schauspielunterrichts begegnen. Das sei für ihn eine Miniaturversion der Welt, in der wir leben. Elvis selbst kam 2012 aus Albanien zum Studium nach Deutschland. Er habe sich außerdem direkt wohl gefühlt, weil alle bemüht seien ihn gut zu integrieren.Das helfe extrem bei Zurechtfinden in der neuen Erfahrung. Obwohl er schon oft auf der Bühne vor Publikum aufgetreten sei, fühle er sich als Schauspieler auf der Bühne noch unsicher. Eine aufgeschlossene Gruppe stelle da eine große Stütze dar. Es koste ihn zwar noch etwas Überwindung, aber diese lohne sich sehr, denn die Freiheit, die er dann auf der Bühne erlebe, sein unbeschreiblich.

Ich hoffe sehr, dass euch der kleine Einblick in die Welt des Schauspielunterrichts gefallen hat.

Bis dahin, eure Julia

Weil das Leben selbst absurd ist

Die szenischen Impro zu Leonce und Lena entwickeln sich in der wunderbaren Mischung aus freier Gestaltung und Fixation. Diese Vorgehensweise entspricht schöpferischer Lebensgestaltung. Zuerst auf unserer Probebühne und dann gelingt sie auch auf der tagtäglichen Lebens-Bühne.

Das Leben sollte doch Spiel werden und das Spiel Leben!

Wir erproben es zur Zeit an und mit dem interessanten und kostbaren Theaterstück Leonce und Lena von Büchner. Es ist eines der ersten absurden Bühnenwerke überhaupt.

Wer meine Methode Slow Acting, wer das Forschen und Experimentieren des TheaterLabor TraumGesicht kennt weiß, dass wir uns seit Jahrzehnten mit diesem Genre beschäftigen.

Weil das Leben selbst absurd ist.

Vom letzten Schauspielunterricht am Dienstag:

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Slow Acting als ritualisiertes Theaterspielen, oder anders ausgedrückt, doch das Selbe meinend:

Schauspiel im Stile des Zen

zeigen wir einige Fotografien von Gianni.

Habt alle eine gute Zeit, das wünschen

Wolfgang und Gianni

Vom Schauspielunterricht oder davon, wie man ein anderer werden kann

Liebe Leser und Labor-Liebhaber,

in diesem Beitrag möchte ich euch teilhaben lassen an den Eindrücken und Erlebnissen, die ich in den vergangenen Wochen im Schauspielunterricht sammeln durfte. Ich hatte vor meinem ersten Besuch schon viel vom Unterricht gehört. Um so spannender fand ich es mittendrin zu sein.

„O wer einmal jemand Anders sein könnte! Nur ’ne Minute lang.“

Leonce, Georg Büchner „Leonce und Lena“

Als ich zum ersten Mal zur Gruppe dazu stoße fällt mir direkt auf, dass alle schwarz gekleidet sind. In Verbindung mit der schwarzen Probebühne und der weißen Schminke, die bei den Aufführungen getragen wird, hat das den Effekt, dass die spielende Person einerseits mit der Schwärze des Hintergrundes verschmilzt, andererseits aber der dargestellte Charakter, durch den Hell-Dunkel Kontrast und das expressive Spiel von Gesicht und Stimme, plötzlich sehr viel klarer in Erscheinung tritt. Dies verleiht dem Spielenden einen unglaubliche Präsenz. Es unterstützt den Prozess der Metamorphose. Wie sehr sich ein Spielender verwandeln, wie sehr er zu jemand anderem werden kann, sollte ich an diesem Abend noch erleben.

Erst einmal zum Ablauf des Unterrichts: Zu Beginn versammeln sich alle Teilnehmer in einem Sitzkreis, um sich auszutauschen. Welche Eindrücke aus der letzten Woche haben einen besonders begleitet? Was erhofft man sich für die bevorstehenden Stunden? Dieser Austausch dient dazu sich zu verorten, ganz anzukommen, zu sich zu finden, bei sich zu bleiben, um sich dann im Anschluss mit voller Konzentration den bevorstehenden Übungen widmen zu können. Diese dienen einmal dazu die Spieltechnik zu entwickeln. Es werden Gesten wiederholt, animalische Geräusche eingebunden und andere gestaltende Elemente studiert. Das deutliche, akzentuierte Sprechen wird geübt. Der Körper wird gespürt, die einzelnen Gliedmassen werden bewegt und langsam ergeben sich aus gesonderten, anfangs noch mechanisch wirkenden Regungen, neu Bewegungsabläufe, sogar Tänze. Alles wird von stimmungsvoller, spiritueller Musik sanft begleitet, die jeweiligen Übungen von dem Geräusch einer Klangschale unterbrochen. Durch die Wiederholung der Bewegungsabläufe können sich diese tiefer einprägen.

Bei den Übungen, später auch beim Spiel, höre ich von Wolfgang die Anweisung, dass bestimmte Gesten oder Sprechweisen in der Darstellung noch zu viel „Privatperson“ seien. Für mich gewinnt die zuvor beschriebene Austauschrunde dadurch eine zusätzliche Bedeutungsebene. Um ein anderer werden zu können, oder ihn zumindest spielen zu können, muss man ganz präsent und aufmerksam dafür sein, wo sich die eigene Privatperson überall versteckt, in welchen Gesten, in welchen Gesichtsausdrücken und ähnlichem. Um dazu in der Lage zu sein diese im Spiel zu überwinden, wird das Mittel der starken Übertreibung geübt. Von der spielerischen Übertreibung kann man dann langsam zurück finden in das, was eigentlich ausgedrückt werden soll. Manchmal manifestieren sich so Facetten im Spiel, die aus dem eigenen Inneren einfach aufsteigen und sich ihren Weg ins Spiel bahnen, die durch die Übertreibung erst frei gesetzt werden können. So kann der Spielende Dinge in sich finden, die ihm vielleicht zuvor verborgen waren und sie entbergen.

Ich hatte die wunderbare Gelegenheit alle Übungen in einer verbundenen Anwendung zu sehen. Seit kurzem wird im Unterricht „Leonce und Lena“ einstudiert. Daraus wurde ein Monolog vorbereitet. Im Rahmen eines Workshops wurde eine der Spielenden in Kostüm, mit Perücke und weißer Schminke, beim spielen dieses Monologes gefilmt. Diesen Film haben wir uns in der Gruppe gemeinsam angesehen. Der Raum wurde abgedunkelt und es entstand sofort eine cineastische Atmosphäre. Das Ergebnis des Unterrichts so auf Film zu sehen war eindrucksvoll. Das Spiel war unglaublich facettenreich. Von komisch und kindlich bis tragisch war alles vorhanden und überzeugend dargeboten. Ich war in der besonderen Situation mit einem frischen, unvoreingenommenen Blick beobachten zu können. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Die Spielende, der ich an diesem Abend zum ersten Mal begegnet bin, verschwand förmlich gänzlich als zuvor erwähnte „Privatperson“ im Hintergrund und gab ihrem Leonce damit den Raum zur Entfaltung, jene Präsenz auf der Bühne, die mich mit ihren emotionalen Nuancen bewegt hat. Sie war, wenn auch nur für eine kurze Zeit, jemand anderes geworden. Die Mittel des Schauspiels haben dies ermöglicht. Im Anschluss gab es ein umfangreiches und sehr konstruktives Feedback von allen. Es war schön zu erleben, wie respektvoll und unterstützend alle miteinander umgehen und dadurch eine so produktive Atmosphäre schaffen, einander ein Gefühl von Sicherheit geben. Die Bühne ist ein Ort des Ausprobierens, an dem jeder geschützt in neue Rollen schlüpfen kann. Dabei scheinen sich die Spielenden auch selbst besser kennen lernen zu können. Man wird jemand anderes, um so mehr man selbst zu sein zu können.

Falls ihr nun Lust bekommen habt auch einmal in eine neue Rolle zu schlüpfen, euch auf der Bühne auszuprobieren, oder einfach insgesamt ein Interesse an der Welt des Schauspiels habt könnt ihr hier Informationen zum Angebot finden. Gerne könnt ihr den Verein auch jederzeit per Email erreichen und individuelle Anfragen stellen.

Bis dahin, eure Julia

 

 

Immer wieder die gerade Linie – eine meditative Zeichenübung

Erinnerung an die Zeichenwerkstatt vom 4. März 2017 von Barbara Butscher

Die Hände mit den Zeichenstiften liegen nahe beieinander. Sie zeichnen jede eine horizontale Linie, sie treffen sich wieder und zeichnen, so nahe wie irgend möglich unter der ersten, die zweite gerade Linie. Und so weiter – allmählich ergibt sich ein atemrhythmisches Schwingen dieser immer gleichen Zeichenbewegung, die mit geöffneten Augen vollzogen wird. Damit begann am letzten Samstag die Zeichenwerkstatt.

Erstaunlich dann, die Zeichnungen von uns vier TeilnehmerInnen nebeneinander zu betrachten. Wieviel Individualität in der vermeintlichen Einförmigkeit sichtbar wird, wie unterschiedlich die „Scheitel“ in der Mitte verlaufen, wie der vom Atem unwillentlich auf die Stifte übertragene Druck eine Landschaft aus jeweils ganz eigenen Lichtverhältnissen auf das Blatt projiziert.

Wieder treffen sich die Hände mit den Stiften, ziehen aber dann ihre geraden Linien in die Richtungen, die ihnen „einfallen“. Gemeinsam ist den Zeichnungen aller Teilnehmenden die explosive Energie der „ausstrahlenden“ Linien.

 

 

Und die wird noch einmal konzentriert in der von außen nach innen verlaufenden Spirale, von deren Mitte aus dann die Gerade, verbunden mit einem Laut, dem naheliegenden „PA“, hinausschießt. Da kann es in vielen Facetten um das „Herumeiern vor einer Entscheidung“ gehen, so Br. als Teilnehmerin. Die hinausschießenden Striche können dann auch etwas von der Eigenart des Nach-Außen-Gehens sichtbar machen.

Auch wenn ich jetzt wesentliche Etappen der Zeichenwerkstatt vom 4. März überspringe – Wolfgangs Worte vom „Flüstern und Wispern unseres Unbewussten“, das wir aus unseren Zeichnungen empfangen können, hat sich mir eingeprägt.

Seit dem letzten Samstag wiederhole ich die erste Übung mit den horizontalen Geraden fast täglich. Sie braucht wenig Zeit und versetzt mich doch nahe an eine Verfassung der Zeitlosigkeit, sie lässt mich still werden, und ich kann gesammelter, konzentrierter als sonst auf das zugehen, was nun ansteht. Und: auch meine geraden Linien zeigen an jedem neuen Tag eine andere Landschaft, spiegeln mich als die, die ich an diesem Tag, in diesem Augenblick bin. …

Weitere Informationen zu unserer Zeichenwerkstatt finden Sie mit diesem Link

Helfer im Rampenlicht – TheaterLabor TraumGesicht hinter den Kulissen

Liebe Leser und Labor-Liebhaber,

wie bereits in meinem letzten Post angekündigt möchte ich euch in den nächsten Wochen einige der vielen ehrenamtlichen Helfer des Vereins vorstellen.

Durch die Beiträge von Gianni und Melvin habt ihr wahrscheinlich schon erfahren, dass einige schaffensfreudige Helfer, unter der sachkundigen Anleitung von Urban, eine wunderbare Probebühne für die Schauspieler gebaut haben. Ich selbst durfte das fertige Ergebnis schon bestaunen und war sehr beeindruckt davon, wie professionell die Bühne aussieht, und welche Wirkung sie dem nun veränderten Raum verleiht. Im Schauspielunterricht, den ich am Dienstag besuchen durfte, wurde sie auch schon sehr intensiv bespielt. Aber mehr dazu in einem kommenden Beitrag.

In diesem Post soll es um Urban gehen, der diese Bühne möglich gemacht hat. Sie ist von der Konstruktion bis zum Aufbau sein Projekt. Bei der Planung gab es einige Dinge zu bedenken. Ein Anliegen war zunächst das Projekt kostengünstig zu halten, damit das Budget des Vereins nicht all zu sehr geschröpft wird. Die Materialien organisierte Urban deshalb selbst. Ein weiteres Anliegen war es, dass die Bühne, bei Bedarf, ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann. Dies wurde von Urban in der Planung berücksichtigt und ausgeführt. Die fertige Bühne ist jetzt „mobil“. Am Tag des Aufbaus funktionierte, dank der sorgfältigen Vorbereitungen, dementsprechend auch alles reibungslos und wie geplant. Urban übernahm die Bauleitung und so wusste jeder genau was zu tun war. Die fertige Bühne ist das sichtbare Ergebnis seiner Mühe.

Als ich ihn zum Interview im Pavillon treffe begrüßt er mich herzlich. Er ist an diesem Nachmittag mit Gianni vor Ort, um noch kleinere Arbeiten an der Bühne zu verrichten; jeder Handgriff sitzt. Ich mache es mir auf einem gelben Sofa gemütlich und beobachte die Arbeiten zunächst. Es gibt Kaffee. Die Atmosphäre ist wie immer sehr entspannt. Zunächst möchte ich von Urban wissen, was für ihn eigentlich Ehrenamt bedeutet. Er muss nicht lange nachdenken und erwidert direkt, das bedeute für ihn Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft. Wichtig sei ihm dabei zu unterstreichen, dass diese Verantwortung sich in einer großen Vielfalt manifestieren könne. Ehrenamt sei eben mehr als nur das Bekannte, wie zum Beispiel die Altenpflege, oder das THW, in dem er selbst lange tätig war. Ein Ehrenamt könne viele Formen haben. Ohne die abgeschafften verpflichtenden Dienste an der Gesellschaft, wie dem Wehr- und Zivildienst, müsse nun eben jeder selbst aktiv werden und sich eine Aufgabe suchen, bei der man die eigenen Talente und Begabungen einbringen könne. Urban selbst bezeichnet sich als Problemlöser. Wenn er sehe, dass jemand ein Problem habe, packe er mit an. Er sei einfach insgesamt ein hilfsbereiter Mensch, habe zum Beispiel auch Betten für Flüchtlinge aufgebaut. Das sei für ihn selbstverständlich.

Ich frage ihn danach, wie er denn eigentlich an den Verein gekommen sei. Er erzählt mir, dass seine Frau schon um einiges länger dabei sei als er und Kostüme anfertige. Er habe immer mal wieder kleinere Aufgaben übernommen, eben Probleme gesehen und gelöst. Irgendwann kam dann von ihm der Vorschlag für die Bühne, die schon seit einer Weile ein großer Wunsch des Vereins war. Da er das nötige Know-how habe, war es für ihn klar sich einzubringen.

Ich möchte von ihm wissen, welche Erfahrungen er bis jetzt beim Helfen sammeln konnte, was ihn motiviert dran zu bleiben. Er beschreibt mir darauf, wie viele nette, hilfsbereite Menschen er bei seiner Freiwilligenarbeit kennen lerne, wie schön gerade die Arbeit an der Bühne gewesen sei. Eine Gruppe von zehn Leuten, die zusammen etwas Tolles geschaffen habe. Und das in ausgelassen guter Stimmung. Es habe sich einfach eine Art Synergie eingestellt. Urban ist voller ehrlicher Wertschätzung und warmer Worte für die anderen Ehrenamtler: Obwohl der Tag lang gewesen war, sei er am Abend glücklich und erfüllt nach Hause gefahren. Das sei eben das wunderbare am Helfen: Man treffe Menschen, die einem selbst gleich gesinnt seien, die Sinn für Zuverlässigkeit, soziale Verantwortung und Gemeinschaft haben.

Ich möchte abschließend von ihm wissen, welchen Rat er Menschen geben könne, die interessiert sind, selbst tätig zu werden, wie man das passende Ehrenamt finden könne. Seine Antwort: Ausprobieren! Jeder könne sich einbringen. Man müsse nur das Passende finden. Bis man das Gefühl habe gut untergekommen zu sein dürfe man sich auch nicht davor scheuen zu wechseln. Der Spaß müsse einfach dabei sein, damit man bei der Sache bleibe. Auch solle man sich nicht zu viel Verantwortung aufladen, sonst könne diese einen schnell erdrücken. Das Amt solle das eigene Leben nicht dominieren. Man müsse einfach mit der Zeit herausfinden, wie viel Engagement man sinnvoll investieren könne.

Im Verein TheaterLabor TraumGesicht gebe es auch regelmäßige Treffen für die Ehrenamtler, um sich auszutauschen und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Es gebe im Allgemeinen immer Zeit für Geselligkeit. Das kann ich bis jetzt nur bestätigen.

Ehrenamt bedeutet für Urban Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft.

Ich erfahre darüber hinaus noch, dass Urban bei nebenan.de, einer Plattform für Nachbarschaftshilfe, aktiv ist und sogar für den Düsseldorfer Stadtteil Bilk eine eigene Gruppe gegründet hat. Er erzählt mir stolz, dass das Netzwerk stetig wachse.

Ich habe heute einen Mann getroffen, der gerne überall dort anpackt, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Menschen wie Urban stärken das Rückgrat unserer Gesellschaft und verdienen Anerkennung.

Auch wenn es Helfern meistens gar nicht um Lob und Aufmerksamkeit geht, sie einfach nur Gutes tun wollen, möchte ich an dieser Stelle einfach mal „Vielen Dank“ sagen. Insbesondere bedanke ich mich auch bei Urban für das Gespräch und seine ganze Mühe.

Ich hoffe dass der Eine oder Andere nun vielleicht Lust bekommen hat selbst tätig zu werden. Anregungen zum Thema „Ehrenamt“ findet ihr im Video Gianni – Ehrenamt. Fragen und Kommentare zum Thema Ehrenamt, oder auch einfach zum Blog, sind im Kommentarbereich herzlich willkommen.

 

Bis dahin, eure Julia

 

 

(M)ein Debüt

Liebe Leser und Labor-Liebhaber,

mein Name ist Julia und ich bin der neuste Zuwachs im Verein TheaterLabor TraumGesicht. Ich möchte mich euch an dieser Stelle, in einem kurzen Beitrag, vorstellen.

Ich bin 29 Jahre alt und beende gerade den Masterstudiengang in Phiolosophie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Zuvor habe ich Philosophie und Politikwissenschaft an der Uni Trier studiert und mit einem Bachelor abgeschlossen. Ich lebe nun seit drei Jahren in Düsseldorf und mag die Stadt sehr, nicht zuletzt wegen des vielfältigen kulturellen und kulinarischen Angebots. In meiner Freizeit, wenn ich also nicht gerade die verschlungenen und verzweigten Pfade der mehr als 2000 Jahre alten Philosophiegeschichte bewandere, liebe ich es sehr zu schreiben und zu lesen, Kino, Oper und Theater zu besuchen, zu kochen (und zu essen) und die Welt zu bereisen.

Mein Wunsch ein Ehrenamt zu finden wurzelt in den Veränderungen eben jener Welt. Sie ist in den letzten Jahren dynamischer und unruhiger geworden, es haben sich feste Strukturen gelöst und neu zusammen gesetzt. Als 2015 Tausende Hilfesuchende ihren Weg nach Deutschland gefunden haben stand für mich schnell fest: man muss etwas tun. Ich muss etwas tun.

Gedacht, getan. So organisierte ich in Verwandschafts- und Freundeskreisen Sachspenden, Kleidung und Möbel, allerlei kleinere Dinge, die man für einen Neuanfang gebrauchen kann. Es war wirklich ein gutes Gefühl etwas geschafft zu haben, auch wenn es wahrscheinlich nur ein kleiner Tropfen auf einen sehr heißen Stein war. Beim Abliefern der Spenden wurde schnell klar, dass sich sehr, sehr viele Menschen ähnliche Gedanken gemacht haben. Aus diesen Gedanken folgte auch eine ähnliche Konklusion: Ich muss etwas tun. Und was da alles getan wurde! Ich war gerührt und beeindruckt davon, wie viele Menschen bereit waren, Menschen aus der Fremde zu helfen. Gerade in einer Zeit, in der auch Stimmen laut wurden, die forderten, die Hilfesuchenden abzuweisen, hat es mir Mut gemacht, dass viele Menschen helfen wollen und werden, mir Hoffnung dafür gegeben, dass man zusammen viele Probleme lösen kann, und dass wir als Bürger Kraft und Macht haben die Welt und unsere Gesellschaft nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Meine Lust am Ehrenamt war geweckt und es galt nur noch den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und ein passendes Amt zu finden.

Durch mein Vollzeitstudium war ich leider bis vor kurzem zeitlich sehr eingeschränkt. Ich bin ein sehr genauer Mensch und möchte den Projekten, die ich mir vornehme, immer auch die Zeit widmen können, die sie benötigen, damit sie meinen Erwartungen entsprechend gelingen können. Seit Ende letzten Jahres bin im Home Office tätig und kann mir meine Zeit dementsprechend selbst einteilen. Deshalb habe ich bis jetzt gewartet, um auf die Suche nach einem Amt zu gehen. Ich begann die Foren für ehrenamtliche Stellen zu durchsuchen und fand dann vor einigen Wochen ein Inserat von Gianni und dem Verein TheaterLabor TraumGesicht. Ich war direkt beeindruckt von der Idee Menschen, durch das Medium Theater (mit Sprache und Bewegung), die Möglichkeit zu geben, einen Weg der individuellen Ausdrucksmöglichkeit zu finden, ob als berufliche Weiterbildung, oder als individuelles Werkzeug sich besser kennen zu lernen und die eigenen Grenzen neu zu setzten.

Nach dem ersten Treffen mit Gianni und Wolfgang war klar, dass nicht nur die Sache an sich eine schöne ist, sondern, dass die beiden Hauptverantwortlichen ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt stecken. Ihre ehrliche Begeisterung und die Hingabe, mit der sie den Verein schon seit mehr als 30 Jahren nähren, ist stets präsent und löste bei mir einfach Lust zum mitmachen aus. Und nun bin ich hier. Ich werde den Verein hauptsächlich mit meiner Arbeit an diesem Blog unterstützen, trage also mit meinen Worten zum Projekt bei. Ich freue mich jetzt sehr darauf den Verein Stück für Stück von innen kennen zu lernen, auf die zahlreichen Menschen, die ihre Zeit und Arbeitskraft hier so bereitwillig investieren und auf die Magie des Theaters. Erste Station wird für mich am Dienstag der Schauspielkurs mit Wolfgang sein, in dem momentan Büchners Leonce und Lena geprobt wird.

Meinen eigenen Einstieg ins Ehrenamt nehme ich zum Anlass eine kleine Portraitreihe zu starten und euch hier auf dem Blog, nach und nach, andere Helfer vorzustellen. Seid gespannt und schaut rein!

Bis dahin, eure Julia

 

Lasst uns eine Bühne bauen – ein Spendenaufruf

Wir bauen endlich eine Probebühne

und nun nehmen wir allen Mut zusammen und bitten Sie dafür, ganz herzlich, um eine Spende. Helfen Sie uns bitte beim Gelingen dieses Vorhabens, denn Bühnenraum ist Lebensraum! Danke schon dafür im Voraus.

Zur kompletten Fertigstellung bitten wir Sie um Ihre Spende

Sie können direkt auf unserer Website online mit dem Spenden-Widget von der Bank für Sozialwirtschaft für dieses Projekt spenden. Unsere Bankverbindung finden Sie unter Verein-Spenden, falls Sie lieber überweisen möchten.

 

Großes ehrenamtliches Engagement

P1160299 webDank Urban und seinem unermüdlichen Einsatz wurden all die Materialien zur rechten Zeit geliefert, sodass wir am Samstag den 28. Januar um 9:00 Uhr mit dem Aufbau beginnen konnten.

 

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Das stabile Steltzwerk und die dicken Balken, welche als Untergrund der Probebühne dienen.

Galerie der Fleißigen:

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Samstag 28. Januar 22:30 Uhr

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Wir danken allen ganz herzlich:

Urban, Melvin, Andrea, Belgin, Betty, Heidi, Marc, Thies und Urban. Was eine aktive und heitere Truppe und was für ein wunderbares gelungenes Projekt.

Gruß

Gianni und Wolfgang

 

Mein Praktikum beim TheaterLabor TraumGesicht

Der Bühenaufbau

Am Samstag, dem 28.1., habe ich zusammen mit Urban, Andrea, Belgin, Mark, Thies, Heidi die Freundin von Mark und Betty die Probebühne im Pavillon aufgebaut. Leider kamP1160296 web ich ein bisschen später, da es keine Bahnverbindung gab, kam jedoch trotzdem und versuchte allen so viel zu helfen wie ich konnte.

Alle waren sehr motiviert und genau das half auch mir selber. Ich wurde so zusagen mitgezogen. Alle waren super gut drauf und sehr fleißig. Am Anfang hatte ich bedenken da ich die Leute nicht so wirklich kannte. Aber als ich dann herzlich begrüßt und aufgenommen wurde, hat auch das Arbeiten sehr schnell, mit den anderen Spaß gemacht. Auch wenn es sehr viel Arbeit war und auch sehr lange gedauert hatte, wollte man die Bühne fertig sehen. Zum Mittagessen gab’s dann auch eine leckere Gulaschsuppe zur Stärkung.

P1160336a webDas Ganze war auch super gut koordiniert. Einer sagte an und alle machten. Es gab auch keinen Streit oder dergleichen. Es herrschte eine super Freundliche Atmosphäre.

Leider musste ich schon früher gehen, da ich noch auf einen Geburtstag musste. Trotzdem wird der Tag noch lange in meiner Erinnerung bleiben. Und ich bin sehr stolz darauf, ein Teil von dieser Gruppe gewesen zu sein.

Der erste Schauspielunterricht

Die Schauspielstunden, soviel sag ich vorweg, haben sehr viel Spaß gemacht. Leider war Wolfgang krank und somit sind die ersten beiden Stunden ausgefallen. Aber zum Glück haben die anderen beiden stattgefunden.

In der ersten Schauspielstunde waren leider nur 4 Leute mit dabei. Das waren Kosta, Sigrid, Andrea und Mila. Das aktuelle Programm ist: Leonce und Lena von Büchner. Leider kannte ich den Text nicht. Das war aber zum Glück nicht so schlimm, da wir am Anfang erst mal mit den Verschlusslauten T und K gearbeitet haben. Danach hatten wir einen Gelenktanz und sollten immer ein Thema ausdrücken, aber immer in Slowmotion. Zuerst sollten wir alle Gelenke benutzen. Dann so kantig wie möglich. Daraufhin sollten wir uns so bewegen als das wir uns verstecken würden und dann das Gegenteil. Also uns so bewegen das jeder uns sehen soll. Uns richtig zeigen. Danach benutzten wir eine Bank um Langeweile zu zeigen. Also die Stimmung Langeweile vermitteln. Ich fand den Unterricht sehr spannend und interessant. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin froh hier beim TheaterLabor mein Praktikum machen zu können.

Der zweite Schauspielunterricht

Dieses Mal waren mehr Leute mit dabei, das waren Belgin, Cinur, Claudia, Gabriela und Peter. Auch diese Stunde war sehr schön, wenn nicht sogar schöner als die erste. Zuerst dachte ich das die Stunde genauso wird wie die vorherige. Aber dem war überhaupt nicht so. Zwar haben wir auch mit den Verschlusslauten gearbeitet, jedoch anders. Wir sollten uns einen Partner nehmen und ein kurzes Gedicht durchgehen. Nachdem wir dann geübt hatten sollten wir nach ca. 15 Min mit unserem Partner eine eigene Interpretation und Geschichte mit diesem Gedicht aufführen. Unsere handelte von einem Schiff, auf dem eine große Ungerechtigkeit geschehen ist und die ganze Mannschaft verschwunden war. Es wurde sozusagen zu einem Geisterschiff. Nach dem Spiel sollten wir uns Feedback einholen und ich suchte Claudia aus. Claudia hat mir ganz genau gesagt was ich dort gemacht hatte, welche Rolle ich vertrat und wie ich dachte. Sie hat alles perfekt beschrieben und ich war sehr erstaunt und glücklich darüber, erkannt worden zu sein. Leider wird Claudia in Zukunft nicht mehr am Unterricht teilhaben. Danach sollten wir eine Konversation zwischen Leonce und dem Hofmeister spielen. Ich war Leonce und habe versucht die Langeweile, die er hat, so gut wie möglich zu spielen und zur Geltung zu bringen. Hat sehr viel Spaß gemacht. Ich fand die Stunde besser da wir mehr improvisiert und mehr gespielt haben. Leider ist Freitag schon mein letzter Tag.

Das Sprechtraining

Dieses Mal stand Sprechtraining auf dem Plan. Mit Martin, Gabriela, Anja und Maike trafen wir uns am Donnerstag im Pavillon, um unsere Stimme zu trainieren. Für mich kostete es Überwindung, da ich nicht so derjenige bin, der schreit oder Laute mit hoher Stimme von sich gibt. Auch war das ziemlich schwierig für mich, da ich wegen meines Stimmbruchs nicht so gut an die hohen Töne ran komme. Spaß gemacht hat es auf jeden Fall und interessant war es auch. Wolfgang hat uns verschiedene Übungen gezeigt. Z.B. wie wir besser atmen können, also aus dem unteren Bereich unseres Bauches und nicht aus der Brust, oder unsere Stimme verbessern können. In der Gruppe hatte ich mich, nach dem Kennenlernen eigentlich sofort wohlgefühlt. Gabriela kannte ich ja schon. Die anderen jedoch noch nicht. Von Wolfgang haben wir noch 2 Blätter bekommen, auf denen alles nochmal zum Nachlesen war. Somit können wir die Übungen, die wir in den 2 Stunden gemacht haben, auf jeden Fall nachholen. Zudem stand auf einem dieser beiden Zettel, was gut für die Stimme ist und was nicht. Salbeitee hilft zum Beispiel und vor allem ganz viel trinken. Am besten Wasser ohne Kohlensäure. Das was ich hier gelernt habe, werde ich nicht so schnell vergessen. Ich kann das Sprechtraining nur weiterempfehlen.

Mein letzter Tag

So schnell vergeht die Zeit. Leider war ich die erste Woche nicht komplett da, weil Wolfgang erkrankt war. Aber zum Glück ging es ihm in der 2. Woche besser. An meinem letzten Tag, bin ich noch einmal im Büro gewesen. Hier habe ich dann noch einmal angeguckt, wie ein Verein verwaltet wird. Leider war  Ilse erkrankt und konnte nicht kommen, trotz alledem hat mir Gianni alles erklärt und sich um mich gekümmert. Ich finde das, was sich hinter einem Verein verbirgt, einfach nur riesig. So viele Daten und Menschen die tätig sind. Nach dem Ganzen, durfte ich an meinem Blog arbeiten und freue mich schon darauf diese Online zu sehen. Ordner geordnet habe ich auch, wobei ich erstaunt war, wie viele Menschen bei diesem Verein mitwirken und mitmachen. Zuletzt habe ich noch die Fotos, die wir am Samstag beim Bühnenbau gemacht haben, bei Photoshop bearbeitet. Ich möchte mich recht herzlich bei allen bedanken, die ich getroffen habe und mich nett willkommen hießen. Ich hatte eine recht kurze, aber sehr schöne Zeit hier. Besonders bedanken möchte ich mich bei Gianni und Wolfgang, die sich für mich eingesetzt haben und mir diesen schönen Praktikumsplatz beschert haben. Hoffentlich kann ich bald mal wiederkommen. Bis dahin auf Wiedersehen.

Willkommen Melvin, erster Praktikant 2017

Wir freuen uns, dass das neue Jahr auch mit einem Praktikanten gestartet ist. Melvin bewarb sich im Dezember. Er besucht die 10. Klasse des Krupp-Gymnasiums in Duisburg-Rheinhausen und interessiert sich für römische-Geschichte und seit einiger Zeit auch dafür, wie es wohl ist in andere Rollen zu schlüpfen und Menschen zu unterhalten.

Foto: Gianni Sarto

Ilse Neuenhofen und Melvin Ülker

Am vergangenen Freitag fing Melvin mit einer ersten Aktion an. Das Holz für unsere Probebühne wurde geliefert. Urban, Marc, Melvin und ich packten wacker an, die Bretter die manchmal mehr als die ganze Welt bedeuten, abzuladen und für Samstag so zu platzieren, dass wir mit dem Aufbau beginnen können.

Anschließend sind wir ins Büro gefahren. Dort hat sich Melvin einen Überblick verschafft, was an Verwaltung hinter unserem Verein steckt. Ilse Neuenhofen, treu und freundlich im TheaterLabor TraumGesicht in der Verwaltung aktiv, nahm sich seiner an und erklärte ihm  allerlei Vorgänge.

Mit einem Teller Hühnersuppe haben wir den ersten Tag Praktikum abgeschlossen.

Melvin wird sein Praktikum, einschließlich diverser Erfahrungen beim Unterricht, mit einem Erfahrungsbericht abschließen.