Einführung ins ritualisierte Theaterspielen

Im Mittelpunkt dieser Einführung im Juni stand das Erlernen einer unkonventionellen, ganz eigenen Darstellung mit der Methode Slow Acting. Das ritualisierte Theaterspielen ruht auf zwei Schwerpunkten:

  1. Ritualisierung
  2. Verfremdung

Durch unterschiedliche Verfremdungsmöglichkeiten, z.B. tiefe Schlundtöne, Gebärden etc. entstanden, trotz gleicher ritualisierter Vorgänge, individuelle Bühnenfiguren. Diese spezielle Art von Begrenzung schafft großen Freiraum für die unterschiedlichsten Gestaltungen. Z.B.: Die vielfach Wiederholung des gleichen Satzes von allen Teilnehmern war ein tiefgreifendes Erlebnis. So viele Färbungen der Bedeutung waren, selbst für mich, bewegend.

Einige Eindrücke von diesem konzentrierten und nachhaltigen Samstag.

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 Ab dem nächsten Termin, 22. Juli 2017, haben wir die TagesWorkshops „Ritualisiertes Theaterspielen“ von 10:30 bis 16:30 Uhr um 2 Stunden verlängert. Somit schaffen wir noch mehr Zeit für Langsamkeit und Kreativität!

Weitere Infos und Termine zu den Workshops auf unserer Website.

Bis dahin
Gianni

P.S.: Auch gibt es Vorträge zum ritualisierten Theaterspielen. Mit diesem Link kannst du dir den aktuellen Flyer downloaden. Oder bescuhe unsere Website zu den Vorträgen.

 

Helfer im Rampenlicht – TheaterLabor TraumGesicht hinter den Kulissen

Liebe Leser und Labor-Liebhaber,

dieser Beitrag ist erneut dem Ehrenamt gewidmet. Heute im Spotlight: Nicole, die den Verein arbeitsam im Büro unterstütz.

Nicole ist seit einem guten Jahr Teil des ehrenamtlichen Teams. Sie kommt aus der Werbebranche, hat lange als Kundenberaterin in einer Agentur gearbeitet. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie ihren Beruf leider aufgeben, wollte aber dennoch innerhalb eines selbst gesetzten, flexiblen Zeitrahmens aktiv bleiben. Deshalb entschloss sie sich dafür ein Ehrenamt auszuüben. Ihre Motivation: Anderen und sich selbst etwas Gutes tun.

Gesucht – Gefunden

In der Findungsphase begab sich Nicole online über die Seite duesseldorf-aktiv.net auf die Suche nach einem passenden Ehrenamt. Sie hat bewusst Ausschau nach einer Bürotätigkeit gehalten, um im möglichen Amt ihre Stärken und ihr Know-How sinnvoll einsetzen zu können. Bereits beim ersten Suchen war sie positiv überrascht von dem abwechslungsreichen Stellenangebot. Auf diesem Weg kam Nicole dann auch zum Theaterlabor. Nach einem Kennenlernen mit Gianni fand sie ihren Platz im Team und pflegt dort Internetplattform und Datenbank, betreut das Weiterbildungsangebot und führt Evaluationen durch.

Sie erzählt mir, dass sie zu Beginn sehr neugierig und auch etwas aufgeregt gewesen sei. Direkt begeistert habe sie das professionelle Management der Verwaltung, die freundliche, offene Atmosphäre und das entspannte Büroklima. Die Arbeit mache so einfach nur Freude.

Nach und nach habe sie dann andere Ehrenamtler, Teilnehmer und Unterstützer aller Art kennengelernt. So habe sich ein anregender Austausch entwickelt. Nicole ist kulturell interessiert, hat auch schon einen Rhetorikkurs besucht. Besonders schwärmt sie von einer Vortragsreihe über ritualisiertes Theaterspiel und Zen. Hier wurde ihr Interesse für für den Verein durch Wolfgang und seine Ausführungen gefestigt.

„Gutes tun tut gut.“

Ich frage Nicole nach ihrer gesammelten Erfahrung als Ehrenamtlerin, möchte von ihr wissen, was sie denen raten kann, die sich auch für ein Amt interessieren. Sie antwortet mir, dass ein ein Ehrenamt vor allem auch Spaß machen müsse, dass es die eigenen Interessen und Stärken mit einbinden solle. Um zu sehen, ob eine Stelle passe, biete sich immer die Möglichkeit an zu hospitieren. Bei einem Probetag könne man besser einschätzen wie gut man dazu passe.

Zu unserem Gespräch gesellt sich später noch Gianni. Er ist voller Anerkennung für Nicole und ihre Arbeit. Diese sei sehr zeitintensiv. Nicole sei mit ihrem ruhigen Wesen und ihrer sehr zuverlässigen Art eine unglaubliche Unterstützung für das Team, immer offen, immer heiter und nicht davon abgeschreckt auch mal länger zu bleiben, wenn es die Situation verlange.

Liebe Nicole, im Namen aller ein herzliches Dankeschön an dich! Du und deine Unterstützung werden sehr geschätzt. Wir hoffen, du bleibst uns noch lange als Teil des Teams erhalten!

Ich hoffe wie immer, dass der Eine oder Andere nun vielleicht Lust bekommen hat selbst tätig zu werden. Anregungen zum Thema „Ehrenamt“ findet ihr im Video Gianni – Ehrenamt. Fragen und Anregungen zum Thema Ehrenamt, oder auch einfach zum Blog, sind im Kommentarbereich herzlich willkommen.

Bis dahin, eure Julia

 

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Wir haben’s gestrichen – satt und das in Schwarz!

Da wir am Sonntag 18. Juni die Szene der Begegnung von Leonce und Valerio auf Video aufzeichnen möchten, störte uns einfach der „Fleck an der Wand“.

Wir starteten einen spontanen Aufruf:

„Wer hilft uns die schwarze Wand frisch schwarz zu streichen?“

Ganz schnell haben Belgin, Brigitte und Vanessa für den vergangenen Samstag zugesagt. Belgin und Brigitte waren sich gleich einig, wer oben streicht und wer unten und schon wurde die Folie ausgelegt, Werkzeug vorbereitet, Farbe gerührt und los ging’s.

Die Wand war in kürzester Zeit schwarz wie die Nacht und

„kein Fleck mehr an der Wand!“

Die drei vom Pavillon. Fleißige Handwerkerinnen – auf drei eine veränderte Gebärde!

Dann kam Vanessa und stieg super bei den Aufräumarbeiten ein. Als wir fertig waren und die leckeren „Kürschen“ und „Hümbeeren“ naschten, kam Kosta noch vorbei, genoss das Werk mit uns und entsorgte so Allerlei was weg musste :-).

In der kurzen Zeit von 9:30 bis 12 Uhr hat sich wieder einmal gezeigt, was das TheaterLabor TraumGesicht doch für eine tatkräftige und herzliche Gemeinschaft ist.

Dank an euch, herzlich

Gianni

 

 

 

Viel Zeit für Langsamkeit

Wie durch Slow Acting der Weg zu sich selbst gelingen kann

In der heutigen, oft sehr schnelllebigen und reizüberfluteten Zeit fällt es vielen Menschen immer schwerer, sich auf sich zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Doch genau das kann gelingen beim sogenannten ritualisierten Theaterspielen, ein Bestandteil der Methode Slow Acting. Die Entdeckung der Langsamkeit und Stilisierung, die Besinnung auf sich selbst und die eigene Wahrnehmung stehen hierbei im Vordergrund. Schauspiellehrer, Psychodramatiker und Coach Wolfgang Keuter gibt bei seinen erzählenden Vorträgen Einblicke in die von ihm selbst entwickelte Methode.

Ritualisiertes Theaterspielen ruht auf zwei Schwerpunkten:

  1. Ritualisierung
  2. Verfremdung

Ritualisierung umfasst alles, was „einfach und wiederholbar“ ist, z.B. eine bestimmt auszuführende Gangart. Die Verfremdung zeigt sich ergänzend zur Ritualisierung in unterschiedlichen Bereichen, z.B. Geschwindigkeit, Befindlichkeit etc. Zu den erzählenden Vorträgen zeigen wir Fotos aus der aktuellen Schauspielarbeit.

Wir haben eine ganze Reihe an erzählenden Vorträgen mit Wolfgang Keuter in Düsseldorf und München geplant und einen Flyer dazu erstellt. Den könnt Ihr euch mit diesem Link herunterladen:

170605_Vortrag Ritualisiertes Theaterspielen_web

Weitere Informationen findet ihr auch auf unserer Website.

Der nächste Vortrag, am 15.6., ist noch an einem Donnerstag die anderen sind dann immer Samstag nachmittags.

Ich freue mich sehr auf diese erzählenden Vorträge und den regen Austausch.

Gruß
Gianni Sarto

Klasse Impuls, der „sitzt“

Atem – Stimme – Sprechen mit der Methode Slow Acting

Es freut uns immer, wenn Teilnehmer unserer Weiterbildung Feedback wie dieses senden.

Im Nachgang zu meinem genossenen Sprechtraining vor einiger Zeit:

Es war schon erstaunlich, was ich während dieser verhältnismäßig kurzen Zeit habe lernen dürfen… Respekt. Ich bin mir nicht sicher…vielleicht hat dieses eine Mal schon für mich gereicht… ein Klasse Impuls, der „sitzt“, wie bei manchen Dingen, die man nur 1x ! wahrzunehmen braucht, um „weiter zu kommen“. So in Richtung: Impuls sitzt – und jetzt beginnt die Nacharbeit und die Umsetzung. Vielen Dank dafür.

Herzliche Grüße und Ihnen einen guten Tag

M.R.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Die erste Szene: Leonce und Lena ist in vollem Gange. Sie differenziert und vitalisiert sich. Die Fotografien aus dem Schauspielunterricht bezeugen dies, und überhaupt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Stimmt’s?

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Drei Jahre wie im Flug

Cinur hat sich kürzlich aus beruflichen Gründen, von unserem Schauspielunterricht abgemeldet. Nach dem zu Herzen gegangenen Abschied hat sie uns diese Zeilen geschrieben.

Lieber Wolfgang, lieber Gianni,
unglaublich – aber es sind tatsächlich nun drei Jahre, in denen Ihr mich auf meinen (schauspielerischen) Weg gebracht und begleitet habt. Dabei durfte ich von mir überrascht sein, in Abgründe und Ängste schauen und das Zwerchfell lachen und tanzen lassen. Die vielen Spiele, denen ich zuschauen durfte, waren ein Genuss, ebenso die Feedbackrunden in wertschätzender Atmosphäre. Es waren viele Lektionen in: was es bedeutet Mensch zu sein. Ihr habt meine Wahrnehmung geschärft, die vergessene Spielfreude geweckt und Ruhe und Langsamkeit als Gangart des Lebens und als Voraussetzung für Kreativität entdecken lassen. Für all das: Danke! Cinur

Ein Platz ist für dich immer frei.

 

Diese Zeilen haben uns gefreut. Darum veröffentlichen wir sie, nach Absprache mit Cinur, auf unserem Blog. Sie sind ein wunderbares Zeugnis für den guten zwischenmenschlichen Umgang während unseres Unterrichtes.

Herzlichen Dank Cinur. Wir wünschen dir alles Liebe und Gute und toi toi toi für deine Vorhaben.
Gianni und Wolfgang,
auch von den Anderen aus dem Unterricht.

Das Geheimnis des ritualisierten Theaterspielens

Slow Acting: Einführung in das ritualisierte Theaterspielen

Heute, am Ostermontag 2017, möchte ich weitergeben was an Aufzeichnungen aus einem Workshop von mir, festgehalten wurde.

Foto: Klaus Knaup

Japanisches Nô-Theater

Das ritualisierte Theaterspielen ist Teil der von mir entwickelten Methode Slow Acting. Ich halte es für ein Studium besonderer Art und WeiseEs führt in die Selbst-Erfahrung und ins künstlerisch-initiatische Handwerk. Man kann es auch Zen in der Kunst des Schauspielens nennen. Es entfaltet sich im Spannungsfeld von Eindruck und Ausdruck, Ritual und Leidenschaft und integriert diese Gegensätze. In manchen Szenen wird jede Bewegung, jeder Handgriff, jede Begegnung ritualisiert. Die Handlungen sind sparsam, stilisiert, wesentlich. Die eigentliche Handlung ist die Entfaltung des Charakters und des seelischen Zustandes des Spielers. Im Mittelpunkt steht die ritualisierte Zug um Zug-Begegnung mit den Spielpartnern, die Gestaltung einer szenischen Improvisation und die Begegnung mit der Welt des Spirituellen und Unsichtbaren. Das Geheimnis des ritualisierten Theaterspielens öffnet sich durch die zigfache Wiederholung  eines Impulses, einer Gebärde, eines Tones, in der Wiederholung ein und derselben Bühnenwege, in immer gleichen Schrittfolgen … Denn das Wesen des ritualisierten Theaterspielens besteht darin einfach und wiederholbar zu sein, bis es in Fleisch und Blut übergegangen und gekonnt ist. Die sich automatisierenden Wiederholungen aktivieren die tiefer liegenden Impulse und Ausdruckskräfte. Der LeibKörper, der Atem und die Stimme, und die seelischgeistigen Möglichkeiten werden zu einem künstlerischen Instrument erweiterter Ich- und Selbsterfahrung. Die Bühne wird zum verwandelnden Kultraum und wir geben ihr und uns zurück was an Geheimnis im Alltag verlorengegangen ist.

Die Rituale unserer Bühnenkunst erschaffen allmählich ein trainiertes Unbewusstes (D. T. Suzuki), das durch uns hindurch wirkt. Auf diesem Weg wird das so genannte Welt-Ich entwichtigt. Denn es soll sich nicht mehr bewertend einmischen. Und plötzlich sieht und erfährt jeder dass Verfremdung, durch ritualisiertes Handeln eingeleitet,  wahre Authentizität ermöglicht. Auf seinem Höhepunkt kann es sogar geschehen, das Vollkommenes im Unvollkommenen erscheint.   Staunend erfahren wir, dass wir nun aus anderem Raum atmen, sprechen, gestalten und uns gebärden. Denn:

Zum Raum wird hier die Zeit.

Wir erleben Raumschöpfung im ritualisierten Theaterspielen. Im Innen und im Außen. Aus ihr  erwächst ein hohes Maß an intuitivem und höherem Leib-Körper-Bewusstsein.  Auf diese Weise wird unser Tun und Lassen, zunächst im ritualisierten Handeln auf unserer Probebühne, zum Modell für eine individuelle schöpferische Lebensgestaltung auch im privaten und im beruflichen Leben. Das Studium: ritualisiertes Theaterspielen erschafft in uns das Wach-Sein und mit wachsendem Erleben, das bei sich Selbst-Sein, von Augenblick zu Augenblick. Die geübten Rituale sind also Übungen für das Spielen und für das Leben. Sie führen aus der Beengtheit rationaler Fixierungen heraus und durch ritualisierte Improvisationen in andere Räume hinein.

Ich grüße mit meinen besten Wünschen. Lasst das mystische Fest der Auferstehung und seine herrlichen Bilder noch lange in euch nachklingen. Das ist gut für das Gemüt. Denn:

Der Mensch der Zukunft wird der mystische Mensch sein oder er wird nicht mehr sein!

Nun mache ich euch noch darauf aufmerksam, dass wir am 23. April eine Einführung geben in das ritualisierte Theaterspielen. In der Zeit von 10.30 – 14.30 im Lacomblet – Pavillon.

Also dann bis bald

Wolfgang Keuter

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Neue Gesichter

Liebe Leser und Labor-Liebhaber,

im heutigen Beitrag möchte ich euch Vanessa und Elvis, zwei neue Mitglieder der Theatertruppe, vorstellen. Sie haben mit mir ihre ersten Erfahrungen und Eindrücke bezüglich des Unterrichts geteilt. Durch sie sollt ihr erneut an Perspektive gewinnen, vielleicht sogar Lust zum mitmachen bekommen.

Vanessa (30)

Bei Vanessa habe ich es mit einem echten Profi zu tun. Sie ist eine professionell ausgebildete Schauspielerin, hat Musical Theater in London studiert und dort einen B.A. in Performing Arts erworben. Seit einem Jahr lebt sie in Deutschland. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sich schauspielerisch auszuprobieren, weiter zu entwickeln und neue Techniken zu erlernen, führte ihr Weg sie zum TheaterLabor.

Vanessa erzählt mir, dass sie gerade das Sprechtraining in deutscher Sprache als sehr hilfreich empfinde, da sich manchmal Laute und Betonungen noch etwas fremd für sie anfühlen. Die Methode des Slow Actings sage ihr sehr zu, denn sie berichtet, dass sie ihr eigenes Spiel manchmal als zu hastig einschätzte. Durch das Zug um Zug Spiel lerne sie jetzt auch mal die Stille auf der Bühne auszukosten, sich selbst zu entschleunigen. Es ermögliche ihr sich in der Spielsituation bewusster darüber zu werden, warum sich zum Beispiel gerade diese oder jene Geste ihren Weg bahnt. Sie könne so auch mal die Kontrolle abgeben und das Spiel einfach geschehen lassen. Vanessa assoziiert Slow Acting mit einem Genuss am Spiel. Das passe ihrer Meinung nach sehr gut zum heutigen Zeitgeist.

Überzeugt habe sie vor allem die angenehme Gruppe. Sie habe sich von dieser direkt herzlich aufgenommen gefühlt. Durch die bewusst klein gehaltene Größe der Kurse entstehe eine besonders konstruktive Atmosphäre. Jedem könne genug Aufmerksamkeit geschenkt werden, weswegen die individuellen Bedürfnisse nicht auf der Strecke blieben. Man unterstütze sich gegenseitig im Entwicklungsprozess und lerne voneinander. Die Gruppengröße ermögliche es auch sich gut kennen zulernen, so Eigen- und Fremdwahrnehmung zu trainieren. Auch der freie Unterrichtsstil sei ein Grund dabei zu bleiben, denn dieser schaffe wiederum Freiheit im Spiel.

Elvis (27)

Auch Elvis hat bereits reichlich Bühnenerfahrung gesammelt. Er ist Musiker, spielt Klavier und Kontrabass und hat klassische Musik, Jazz und Rock studiert. Bereits im Studium habe er sich für Theater und Schauspiel interessiert und oft bei Proben zu geschaut. Jetzt habe er den den Entschluss gefasst selbst aktiv zu werden und fand so zum Theaterlabor. Er erzählt mir er habe den Wunsch sich künstlerisch weiter zu entwickeln. Er wolle an seiner Bühnenpräsenz, seinem Ausdruck und seiner Fähigkeit zu Kommunizieren arbeiten. Das Schauspiel sei dafür ein tolles Mittel.

Auf die Frage, warum er sich gerade für den Unterricht des Theaterlabors entschieden habe, antwortet er mir, dass ihn die bunte Mischung an vertretenen Kulturen in der Gruppe sehr angesprochen habe. Es seien Menschen von unterschiedlicher Herkunft, die sich dort im Rahmen des Schauspielunterrichts begegnen. Das sei für ihn eine Miniaturversion der Welt, in der wir leben. Elvis selbst kam 2012 aus Albanien zum Studium nach Deutschland. Er habe sich außerdem direkt wohl gefühlt, weil alle bemüht seien ihn gut zu integrieren.Das helfe extrem bei Zurechtfinden in der neuen Erfahrung. Obwohl er schon oft auf der Bühne vor Publikum aufgetreten sei, fühle er sich als Schauspieler auf der Bühne noch unsicher. Eine aufgeschlossene Gruppe stelle da eine große Stütze dar. Es koste ihn zwar noch etwas Überwindung, aber diese lohne sich sehr, denn die Freiheit, die er dann auf der Bühne erlebe, sein unbeschreiblich.

Ich hoffe sehr, dass euch der kleine Einblick in die Welt des Schauspielunterrichts gefallen hat.

Bis dahin, eure Julia